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Angezogen vom weiss glänzenden Marmor auf dem Monte Altissimo in den Apuanischen Alpen, erklomm Michelangelo vor über fünfhundert Jahren diesen Berg in der Toskana. Er stiess sozusagen auf den Marmor seiner Träume. Aus seiner Sicht war dieser Marmor noch wertvoller als der Carrara Marmor, den er für viele seiner bedeutenden Statuen verwendet hatte. Um die riesigen, schweren Gesteinsbrocken den Berg hinunter transportieren zu lassen, entwarf er mit dem Segen des damaligen Papstes Leo X. einen Serpentinen-Weg. Anschliessend wurde die Fassade der berühmten Basilica di San Lorenzo im Zentrum des Marktviertels von Florenz mit diesem Altissimo-Marmor gestaltet. Damals ahnte wohl niemand, wie wichtig dieser Weg auch heute noch ist. Wirft man einen Blick in den Steinbruch Henraux, verfällt man in Ehrfurcht und Staunen über die unfassbaren Dimensionen dieser gigantischen "Baustelle". Man realisiert zudem, mit wie viel Risiko die Arbeiten in einem Steinbruch verbunden sind. Kommen Sie mit auf eine Bildreise in eine andere Dimension...
2 Kommentare
Petra Müller
3/8/2025 09:20:41
Nur der Wahrheit wegen: Die Fassade von San Lorenzo in Florenz hat bis heute noch keine Marmorfassade. MICHELANGELO wurde von Pabst Leo beauftragt am Altissimo Marmor zu brechen. Das Gebiet gehörte damals zum Einzugsbereich der Medici (Leo war ein Medici) und man hoffte auf viel kostenlosen Marmor. CARRARA-Marmor hätte man kaufen müssen. Es wurde zwar Marmor am Altissimo unter hohem lebensgefährlichen Einsatz gebrochen, aber Leo hat es sich anders überlegt und der Marmor wurde wahrscheinlich für den Florentiner Dom verwendet. Die Fassade von San Lorenzo wartet seit über 500 Jahren auf eine Marmorfassade.... 😢
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